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2020 – das Jahr in dem die Impfung glorifiziert werden sollte

Das Jahr 2020 begann sehr aufregend, weil der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sein Masernschutzgesetz zum 01.03.2020 einführen wollte.

In der Tat ist das Gesetz am 01. März in Kraft getreten, trotz vielfacher Kritik von Ärzten und Wissenschaftlern, dass vor allem die Notwendigkeit einer solchen Impfpflicht angesichts der doch sehr hohen Durchimpfungsrate in Deutschland nicht annähernd gegeben ist. Zudem ist bei einer Verpflichtung immer zu befürchten, dass sich Menschen dann viel stärker dagegen wehren, als wenn etwas freiwillig bleibt und man zumindest theoretisch die Wahl haben kann.

Bekanntlich hatte da bereits das neuartige Coronavirus Deutschland in seinen Bann gezogen und das Masernschutzgesetz und deren Umsetzung rückte in dessen Schatten, wo es bislang, bis auf wenige Ausnahmen, auch verblieben ist.

Nichts desto trotz ist die Lage nun so, dass Kinder, welche neu in eine Betreuungseinrichtung aufgenommen werden sollen, mit Beginn der Betreuung den Status des Masernschutzes nachweisen müssen. Das bedeutet nicht zwangsläufig nur den Impfnachweis von 2 Impfdosen mit einem 3-fach bzw. 4-fach Impfstoff (MMR – Masern-Mumps-Röteln bzw. MMRV – Masern-Mumps-Röteln-Varizellen). Möglich ist auch der Nachweis einer anders, z.B. natürlich erlangten Immunität (durch das bewusste Durchmachen der Erkrankung oder auch durch eine symptomlos durchlebte Erkrankung, als „stille Feiung“ bekannt). Hier kann eine Titerbestimmung durch einen Arzt/eine Ärztin Aufschluss geben. Desweiteren besteht auch die Möglichkeit einen Nachweis vorzulegen, dass das Kind aufgrund von Kontraindikationen nicht gegen Masern (Mumps-Röteln, ggf. Varizellen) geimpft werden kann. Hierzu ist ein ärztliches Zeugnis notwendig.

Die wenigsten Eltern wird dieses Thema Kopfschmerzen bereiten, da, wie bereits erwähnt, die Durchimpfungsrate sehr hoch ist (ca. 97% mit einer Impfung und immerhin 93% mit beiden Impfungen). Das theoretisch -mathematische Modell der sog. Herdenimmunität sieht diese bei einer Durchimpfung von mind. 95% als gegeben.

In den meisten Fällen ist eine zuverlässige Immunisierung bereits nach der 1. Impfdosis gegeben. Es gibt etwa 4-8% sog. Impfversager (Non-Responder), bei denen sich kein adäquater Titerwert nach der 1. Impfung nachweisen lässt. Nur für diese verschwindend kleine Gruppe ist die 2. Impfdosis gedacht. Demnach ist der Anteil der ungeimpften Kinder in Deutschland recht klein. Man könnte sich als die 2. Impfdosis regelmäßig sparen, wenn man durch den Arzt oder die Ärztin seines Vertrauens den Maserntiter bestimmen lässt.

Da Impfen rechtlich betrachtet ein invasiver Eingriff in einen gesunden menschlichen Organismus darstellt, bedarf dieser der informierten Zustimmung des zu Impfenden bzw. dessen gesetzlicher Vertreter.

Welche Konsequenz folgt nun aus dem Gesetz:

Legt man einen der Nachweise nun nicht, nicht rechtzeitig oder auch nicht richtig bzw. vollständig vor (i.d.R. bei der Einrichtungsleitung), darf das Kind nicht in einer Betreuungseinrichtung betreut werden. Dies gilt übrigens auch für die Kindertagespflege durch z.b. Tagesmütter oder -väter etc.

Ist die Einrichtung eine Schule gilt hier Schulpflicht, somit darf das Kind hier nicht vom Schulbesuch ausgeschlossen werden. In diesem und auch im Fall der Kita erfolgt zuerst einmal die Meldung an das zuständige Gesundheitsamt. Dieses wird in der Regel zu einer Beratung einladen, bei der dann die Empfehlung zur Impfung abgegeben werden soll. Erfolgt danach in einer angemessenen Frist die Erbringung des Nachweises nicht, wird im Fall der Schule dann u.U. ein Bußgeld angedroht. Das Bußgeld befreit allerdings nicht von der Verpflichtung zum Nachweis des Masernstatus, sodass in der Folge ggf. auch ein Zwangsgeld (von bis zu 25.00 EURO) auferlegt werden kann. Somit gibt es also keine direkt per Gesetz bestehende Verpflichtung zu einer Impfung gegen Masern, allerdings faktisch eine Impfpflicht durch die Konsequenzen, welche wohl in der Realität kaum Eltern ohne mit der Wimper zu zucken hinnehmen können.

SARS-CoV2 – Die Normalität wird erst mit der Impfung wiederkehren

Bereits Mitte des Jahres 2020 war sehr viel davon zu lesen, dass Impfstoffhersteller aus der ganzen Welt „fieberhaft“ an einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus arbeiten. Wenn man weiß, dass die Entwicklung eines Impfstoffes zwischen 5-20 Jahre dauert, musste dies damals bereits stutzig machen. Natürlich forschte man nicht erst seit 2020 an einem Impfstoff gegen Coronaviren, allerdings wird bisher noch nie ein Impfstoff zugelassen, geschweige denn überstand einer jemals die klinischen Testphasen.

Erstaunlicherweise konnte man bereits im Spätsommer vernehmen, das einige „vielversprechende“ Kandidaten am Start seien und schon weit in der Entwicklung fortgeschritten sind. Erste Prognosen wurden aufgerufen, wann möglicherweise ein Impfstoff zur Verfügung stehen könne. Nein, nicht etwa in 3,4 oder 5 Jahren. In rekordverdächtiger unglaublicher Geschwindigkeit von nicht einmal einem Jahr sollte dies nun möglich sein.

Hinzu kommt, dass eine neue bahnbrechende Technologie bei der menschlichen Impfung eingeführt werden sollte und den Durchbruch bringen wird – mRNA-Impfstoff. Ein mittels gentechnischer Verfahren entwickelter Impfstoff, welche die körpereigenen Zellen dazu animieren soll, Teile des Virus selbst zu produzieren, woraufhin dann das körpereigene Immunsystem reagiert und Antikörper bilden soll, so der Plan. Nun sind wir besonders in der westlichen Welt und vor allem auch in Deutschland, was gentechnisch veränderte Lebensmittel und auch Agrarprodukte angeht, nicht besonders angetan und auch EU weit gibt es hierzu sehr strenge Auflagen bzw. Verbote zum Anbau bzw. zur Einfuhr von „Genfood“. Wir wollen das grundsätzlich nicht in unserer Nahrungskette.

Nun kommt also eine neue Technologie daher, die den Anschein macht, uns mit gentechnisch hergestellten Arzneimitteln vor einer noch nicht wirklich abschließend risikobewerteten Krankheit zu schützen. Wir sollen genetische Informationen in unseren Körper spritzen lassen, wo bisher kein Hersteller bei der Entwicklung dieser Technologie Erfolg hatte und es auch keine Erkenntnisse zu Nebenwirkungen und Langzeitfolgen bzw. Schäden gibt, da an Menschen bisher im großen Stil nicht getestet wurde.

Die Kritik an den Impfstoffen ist vielschichtig und sehr weit verbreitet. Renommierte Wissenschaftler zeigen sich sehr skeptisch oder warnen sogar vor den Risiken im Verhältnis zum theoretischen Nutzen einer solchen Impfung. Dennoch wurden nun die ersten Impfstoffe sogar bereits Ende 2020 schon notzugelassen oder, wie in der EU, bedingt zugelassen. Das bedeutet, dass die Aufsicht- und Zulassungsbehörden hier auf einer sehr kleinen Daten-/Evidenzbasis eine vorläufige Genehmigung zur Vermarktung dieser Impfstoffe erteilt haben und das bereits in vielen Ländern auf der Welt. Ist das ein Grund skeptisch zu werden oder sogar ein Grund Vertrauen zu entwickeln, wenn Behörden hier ihr GO geben?

Nun das die Pharmaindustrie eine der mächtigsten und einflussreichsten ist, auch in Bezug auf die Einflussnahme in der Politik, ist nichts wirklich Neues. Und dass hier mit Abnahmegarantien seitens vieler Staaten weltweit Milliardenumsätze garantiert winken, wohl auch nicht überraschend.

All das sollte zumindest zum Anlass genommen werden, sich sorgfältig zu imformieren und ein wohlüberlebte Entscheidung in Ruhe und ohne Druck und Hast zu treffen.